Das ABC der Meditation

Das ABC der Meditation

Dies ist ein Auszug aus dem Buch: „A Twenty-First Century Seeker“ von Pradhan Balter                                                                                                                                                                                                   Copyright © 2019 by Pradhan Balter, Vervielfäligung jeglicher Art nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors.

Das Buch ist auf Englisch hier erhältlich.

DAS ABC DER MEDITATION

Bevor wir mit unserer ersten Meditationsübung beginnen, richten wir unser Augenmerk zunächst auf ein paar grundlegende Dinge, die allen Meditationstechniken zugrunde liegen. Diese Basics sind:

  1. 1. Richtige Haltung beim Meditieren
  2. 2. Richtiges Atmen
  3. 3. Den Verstand ruhig machen
  4. 4. Das spirituelles Herz
  5. 5. Innere Gewissenhaftigkeit

1. RICHTIGE HALTUNG BEIM MEDITIEREN

Nein, du musst nicht mit überkreuzten Beinen in der Lotusstellung sitzen! Aber richtige Meditation erfordert, dass du deinen Rücken auf angenehme Weise gerade hältst. Die klassische Lotusstellung hilft den Rücken gerade zu halten, aber sie ist nicht unbedingt erforderlich. Dein inneres Streben ist weitaus wichtiger. Der Rücken sollte weder so steif sein wie bei Zen-Übungen, noch solle er zu entspannt sein. Versuche einfach auf angenehme Weise aufrecht zu sitzen. Ich bevorzuge den Begriff „wachsam“.

Vorzugsweise solltest du ohne Schuhe meditieren, entweder mit den Füßen flach auf dem Boden oder mit gekreuzten Beinen im Schneidersitz. Wenn du möchtest kannst du auf dem Boden sitzen. Dazu kannst du dir ein Kissen oder eine Matte als Hilfsmittel nehmen. Das Sitzen auf dem Boden ist nicht jedermanns Sache. Du kannst dich natürlich auch auf einen Stuhl setzen.

Deine Hände können in deinem Schoß oder auf deinen Beinen ruhen. Ich persönlich mag es auch, die Hände in Gebetshaltung vor dem Herzen zu falten. Das macht es leichter, sich auf das spirituelle Herz zu konzentrieren, dem Ort, dem ihr bei diesen Übungen eure innere Aufmerksamkeit schenken solltet.

Für die meisten Übungen empfehle ich, die Augen leicht geöffnet zu halten. In den ersten Übungensanweisungen bitte ich allerdings darum, die Augen zu schließen, da man sich anfangs mit geschlossenen Augen meist besser konzentrieren kann. Aber letztendlich wirst du mit leicht geöffneten Augen meditieren wollen. Dein inneres Wesen sollte für dich sowohl mit offenen wie auch mit geschlossenen Augen erreichbar sein, nicht wahr?

2. RICHTIGES ATMEN

Während du meditierst, wirst du wahrscheinlich merken, dass dein Atmen sanfter und flacher wird. Das ist richtig. Einige empfehlen, während der Meditation tief zu atmen, aber das ist bei diesen Übungen hier nicht der Fall. Außer bei bestimmten Atemübungen musst du deinem Atmen keine besondere Aufmerk- samkeit zukommen lassen. Er wird von alleine ruhiger und sanfter, sobald dein innerer Lärm abnimmt.

Diese Beziehung zwischen dem Ruhiger werden des Atems und der Abnahme des inneren Lärms ist kein Zufall. Tatsächlich kannst du diese Beziehung nutzen, um den rastlosen Verstand zur Ruhe zu bringen. Stelle dir einfach einen Faden vor, der vor deiner Nase baumelt, und atme so sanft, dass sich der imaginäre Faden kaum bewegen würde. Du wirst schnell feststellen: je ruhiger der Atem, umso ruhiger ist auch der Verstand.

3. DEN VERSTAND RUHIG MACHEN

Innere Stille ist nicht nur die Abwesenheit von Gedanken. Nein!

Stille ist das Erblühen unseres unbezwingbaren inneren Willens.

Stille ist unser Weisheitslicht.

– Sri Chinmoy

Letztendlich gelangen wir in die höchsten Ebenen der Meditation nur, wenn der Verstand absolut still ist. Dieser Grad der Meditation ist weit jenseits dessen, was ein Anfänger erreichen kann. Tatsächlich können sich die meisten Anfänger nicht verstellen, dass man eine Erfahrung machen kann, ohne dass der Verstand arbeitet. (Mach dir keine Gedanken darüber, wir behandeln im späteren Kapitel, wie diese Stille im Verstand erlangt werden kann.)

Zunächst ist es nur wichtig, den Verstand ein wenig zur Ruhe zu bringen, da dies den „zuhörenden“ Teil der Meditation einfacher macht. Mache dir keine Sorgen, falls es dir nicht gelingt, den Verstand ganz zur Ruhe kommen zu lassen. Gedanken sind wie Fische im Ozean. Du möchtest den Ozean erfahren, aber immer wenn ein Gedanken-Fisch an dir vorbeischwimmt, verlierst du den Ozean aus den Augen. Du solltest einfach vermeiden, die Gedanken zu beachten, ignoriere sie einfach. Sollten Gedanken auftauchen, schenke ihnen keine Aufmerksamkeit und lasse sie einfach ziehen. Zu Beginn solltest du einfach nur daran denken, die Lautstärke deines Verstandes zu vermindern. Wir werden in diesem Buch eine Reihe unterschiedlicher Techniken anbieten, um den Verstand zur Ruhe zu bringen.

An dieser Stelle muss ich noch etwas hinzufügen: Anfänger geben oft auf, weil sie den Verstand einfach nicht ruhigstellen können. Ein vollkommen stiller Verstand ist sehr weit fortgeschrittenen Menschen vorbehalten. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass es erst einmal darum geht, die intensiven Gedankenwellen im Verstand zu besänftigen, um den Verstand zu einem etwas ruhigeren Ort zu machen. Später kannst du daran arbeiten, absolute Stille zu erreichen.

4. DAS SPIRITUELLE HERZ

Das spirituelle Herz verkörpert nicht nur das individuelle Bewusstsein, sondern auch das universelle Bewusstsein.                                                                                    

– Sri Chinmoy

Die Meditation, die ich empfehle, findet im spirituellen Herzen statt, nicht im Verstand. Das spirituelle Herz ist nicht das schlagende physische Herz. Das spirituelle Herz ist der Ort, an dem du spontan Liebe, Mitgefühl und Einssein fühlst. Es wird der Schwerpunkt fast jeder Meditationstechnik sein, die hier angeboten wird. (In dem yogische System der Chakren entspricht das spirituelle Herz dem vierten Chakra, dem Herz-Chakra.) Wenn du auf dich zeigst, ist das der Ort des spirituellen Herzens.

Denke an dein spirituelles Herz als ein weiteres Zimmer in deinem Wesen. Wir wachen morgens auf, verlassen unser Schlafzimmer und gehen schließlich in die Küche. In der Meditation verlassen wir den Verstandesraum und betreten den Herzensraum. Nun ja, vielleicht kann man sich das anfangs schwer vorstellen. Aber keine Sorge, in diesem Buch wirst du viele Techniken finden, die dich in dein spirituelles Herz bringen, und mit ein wenig Übung wirst du in der Lage sein, dies einfach und regelmäßig zu tun.

5. INNERE GEWISSENHAFTINGHEIT

Wenn du meditierst, dann sei vollkommen engagiert dabei. Die ersten Übungen dauern nur wenige Minuten. Sei zu diesem Zeitpunkt ganz und gar bei der Sache. Denke nicht über beruflichen Stress nach oder über die Einkäufe, die du später noch erledigen musst. Jetzt zählt nur deine Übung, nichts aus deinem Tagesprogramm ist jetzt wichtig.

Nimm eine geeignete Meditationshaltung ein. Dann gehe sofort einen Pakt mit dir selbst ein. Sage dir, dass diese nächsten paar Minuten deinem inneren Leben gewidmet sind. Für diese wenigen Minuten ist deine ganze Aufmerksamkeit, die innere und die äußere, deiner spirituellen Einkehr gewidmet. Beginne immer damit, dein inneres Streben hervorzubringen und zu spüren, das heißt, deinen inneren Hunger, dein inneres Sehnen nach der Erfahrung.

Jede Technik in diesem Buch baut auf dieser Basisübung auf. In den ersten Übungen werden die Zwischen- schritte detailliert erläutert. In weiteren Übungen überlasse ich die Durchführung der Grundlagen dir.

Meditation im einfachsten Sinne

Hast du dich jemals darüber gewundert, warum die Kerze in spirituellen Zeremonien allgegenwärtig zu sein scheint? Tatsächlich geht es um die Flamme. Die Flamme ist ein wunderbares Symbol für das innere Wesen oder die Seele. Sie verstrahlt Licht und steigt immer nach oben. Die Flamme symbolisiert das innere Streben. Für die folgende Übung benötigst du eine Kerze. Grundsätzlich ist Meditation ein vierstufiger Prozess. Die verschiedenen hier angebotenen Techniken sind alle Ausschmückungen dieser vier Stufen, aber sie erreichen alle dasselbe:

  1. Bekräftige das innere Streben deines Herzens
  2. Mache deinen Verstand sanft und ruhig
  3. Verlasse den Verstandesraum
  4. Betrete den Herzensraum

Während du durch diese Stufen hindurchgeführt wirst, wirst du feststellen, dass alle grundsätzlichen Aspekte enthalten sind.

ÜBUNG: DIE BASIS-KERZENMEDITATION

Stelle an einem geeigneten, stillen Ort (einem von dir bestimmten Meditationsplatz) eine brennende Kerze auf und setze dich in einer angenehmen Entfernung davor, vielleicht in einem halben bis einen Meter.

HALTUNG: Sitze bequem aufrecht. Der Rücken sollte „wachsam“ sein. Erinnere dich, deine Hände vor deinem spirituellen Herzen zu falten, vor deinem Brustkorb.

Beginne damit, dir einfach deiner Hände bewusst zu werden, die den Brustkorb berühren. Versuche, ihre Wärme zu fühlen. Später wird diese Wahrnehmung dir helfen, in dein Herz einzutreten. Nimm dir eine oder zwei Minuten Zeit, um dich auf deine Hände vor deinem Brustkorb zu konzentrieren. Lasse deine Hände während der gesamten Übung dort. Schließe sanft deine Augen.

GEWISSENHAFTIGKEIT IM INNEREN LEBEN: Schließe einen Pakt mit dir selbst. Sage dir, dass diese nächsten fünf, sieben oder zehn Minuten deinem spirituellen Leben gewidmet sind, deiner spirituellen Einkehr. Nichts anderes ist wichtiger in dieser Zeit. Nimm dir eine Minute Zeit, um in deinem Herzen einen aufrichtigen Hunger nach der inneren Eigenschaft oder Idee zu fühlen, die dich am meisten anspricht – sei es Friede, Liebe oder Gott. Stelle dir vor, du bist ein Kind in deinem eigenen Herzen, das sich nach diesen Eigenschaften sehnt. Verweile in deinem Strebsamkeitshunger für eine Minute.

DEN VERSTAND BERUHIGEN: Jetzt lade den Verstand in die Stille ein. Stelle dir über deinem Kopf einen strahlend schönen, wolkenlosen, blauen Himmel vor. Er ist sehr klar und sehr weit. Stelle dir nun mit jedem sanften Einatmen vor, dass alle Gedanken, Vorstellungen und Bilder nach oben in diesen klaren Himmel entschwinden. Fühle keine Notwendigkeit, die Gedanken und Bilder zu ersetzen. Lasse deinen Verstand sanfter und formloser werden. Stelle dir dann vor, dass dein Verstand nun nach oben in den Himmel entschwindet und dich ohne Verstand und Form zurücklässt. Wenn du magst, kannst du wiederholen: „Kein Verstand, keine Form, ich existiere nur. Kein Verstand, keine Form, ich existiere nur.“ Und dann werde still.

Verlasse nun den Verstandesraum…dein Atem ist jetzt wahrscheinlich ruhiger und flacher. Es besteht keine Notwendigkeit, ihn zu vertiefen, aber werde dir seiner bewusst. Während du ein- und ausatmest, stelle dir vor, dass der Atem durch deine gefalteten Hände direkt in dein Herz fließt. Sobald der Atem dort eintritt, „reite“ einfach auf ihm, den Verstandesraum zurücklassend und sich mit jedem sanften Atemzug immer tiefer in den Raum hinter deinen Händen bewegend – in den Herzensraum.

Fühle, dass du jetzt einen festen Platz in deinem Herzen hast. Öffne deine Augen sanft und richte deine ganze Konzentration auf die Kerzenflamme und auf nichts anderes. Schaue nicht auf die linke oder rechte Seite der Flamme oder auf den Kerzenhalter, nur auf die Flamme. Versuche, ein bis zwei Minuten, die Flamme mit deiner Konzentration zu durchdringen.

Schließe sanft deine Augen und stelle dir die Flamme 2-3 cm hinter deinen Händen vor. Sehe sie dort vollkommen ruhig brennend. Konzentriere dich auf sie mit dergleichen Intensität.

Öffne deine Augen wieder und konzentriere dich nochmals auf die Kerzenflamme. Stelle dir diesmal vor, dass du die Flamme in dein Herz hineinziehst. Versuche sie, so tief wie möglich in deinem Herzen zu platzieren.

Schließe wieder deine Augen und sieh die Flamme ein weiteres Mal in deinem Herzen. Verweile für eine Minute. Wenn du bereit bist, nehme eine tiefen Atemzug und öffne deine Augen.

Die Absicht dieser Übung ist es, dich mit Meditation vertraut zu machen und dir einen kleinen Vorgeschmack auf sie zu geben. Ich rate dir, diese Erfahrung nicht zu bewerten. Das wäre sonst wie ein Kleinkind, das sich nach seinem ersten Laufversuch fragt: „Na, wie habe ich das gerade gemacht?“ Wenn du ein wenig mehr Stille erfährst – vielleicht kommt dir der Raum jetzt ruhiger vor – schön und gut. Wenn du nichts gefühlt hast oder vielleicht keinen der Schritte ausführen konntest, macht das nichts. Dubenötigst möglicherweise nur etwas mehr Übung oder eine andere Technik. Viel wichtiger ist, dass du angefangen hast. Du hast begonnen, Meditation zu einem Teil deines Lebens zu machen.

Noch eine kurze Anmerkung: die Worte „Kein Verstand, keine Form, ich existiere nur“ ist die erste Zeile von Sri Chinmoys schönem Gedicht „Das Absolute“. Bitte nimm dir einen Augenblick Zeit, um das ganze Gedicht im Anhang zu lesen.

Hilfreiche Tipps zu ABC der Meditation

Während der Kerzenmeditation habe ich ein paar hilfreiche Tipps gegeben. Diese werden wir uns jetzt genauer ansehen.

Die Übung begann „an einem geeigneten, stillen Ort…“ Sich einen speziellen Meditationsplatz einzurichten, ist sehr hilfreich. Die meisten von uns haben einen Raum, in dem sie schlafen und einen anderen, in dem sie essen. Es ist wunderbar, wenn du einen eigenen Raum für deine Meditation zur Verfügung hast. Aber möglicherweise ist ein eigens dafür vorgesehener Raum augenblicklich nicht möglich. Versuche daher eine Raumecke oder einen bestimmten anderen Ort zu finden, von dem du weißt, dass du dort ruhig sitzen kannst und nicht von deinem Umfeld gestört wirst. Mache daraus einen Meditationsort. Vielleicht möchtest du dort ein schönes Tuch drapieren, frische Blumen und eine Kerze aufstellen. Wenn du von einer bestimmten spirituellen Persönlichkeit inspiriert bist, vielleicht einem spirituellen Lehrer, dann kannst du dort auch ein Foto dieser Person aufstellen.

Offen gesagt habe ich neben dem Meditationsplatz meine gesamte Wohnung so gestaltet, dass sie spirituell inspirierend ist. Die Welt stellt mir schon genügend Herausforderungen. Wenn ich nach Hause komme, möchte ich an einem Ort sein, der mich inspiriert, stärkt und unterstützt. Deshalb habe ich meinen Wohnraum mit Blick auf meine Spiritualität gestaltet.

Wenn du einen speziellen Platz zum Meditieren hast und ihn regelmäßig nutzt, beginnt er, seine eigene Schwingung zu erschaffen. Wenn du jemals einen Tempel oder eine Kirche besucht hast, wo du dich sofort emporgehoben gefühlt hast, dann verstehst du das Konzept dahinter. Hier wurde eine Investition in Form von Gebet und Meditation getätigt und der Raum bewahrte diese Schwingung. Wenn du jedes Mal an dem von dir gewählten Ort meditierst, wird dein Meditationsplatz dich in gleicher Weise bei deiner Meditation unterstützen. (Allerdings sollte man den Meditationsort mit Bedacht wählen: z.B. niemals auf deiner Mikrowelle oder auf einem Tisch, an dem du isst oder arbeitest. Mache etwas Besonderes daraus.)

Es ist von extrem hohem Wert, regelmäßig und pünktlich zu meditieren. Wenn du gewöhnlich um zwölf Uhr zu Mittags isst, wirst du feststellen, dass sich deine innere Uhr wahrscheinlich eine Viertelstunde vor der Essenszeit meldet. Nun, auf die gleiche Weise wird dein innerer Appetit zum Vorschein kommen, wenn du jeden Tag zur gleichen Zeit meditierst, um von deiner Meditation genährt zu werden.

Wie ich zuvor schon erwähnte, ist es am Besten gleich früh morgens zu meditieren. Zu meiner eigenen Praxis gehört es, aufzuwachen, sofort zu duschen oder mich zu waschen, um die Schlaf-Schwingung zu vertreiben und dann zu meditieren. Dies ist ein wertvoller Schritt, um Eigeninitiative zu zeigen. Wenn ich Meditation an erste Stelle setze, dann kann ich sie nicht verpassen!

Es empfiehlt sich, morgens vor 8 Uhr zu meditieren. Danach wird die Erde viel aktiver und hektischer. Je früher, umso besser: Sechs Uhr morgens ist eine hervorragende Zeit für westliche Sucher, die ein arbeitsreiches Leben führen. Östliche Lehren weisen darauf hin, dass drei Uhr morgens die beste Zeit zum Meditieren ist. Diese Uhrzeit wird als die „Stunde Gottes“ bezeichnet, weil es so still ist. Die meisten Westler erleben diese Stunde des Tages ausschließlich dann, wenn sie die Nacht zum Tag gemacht haben! Wenn du inspiriert bist, früh aufzustehen und zu meditieren, versuche es gelegentlich. Aber viel wichtiger ist es, dass du eine feste Zeit für deine regelmäßige Meditation festlegst, zu der dein inneres Streben vollständig erwacht ist. Erinnere dich, alleswas du anfangs brauchst, sind fünf bis fünfzehn Minuten deiner Zeit.

Die folgende Meditation ist eine ganz andere Technik. Hier geht es darum, eine besondere innere Qualität, bzw. Eigenschaft – Dankbarkeit – anzurufen und zu nähren.

„Mein Dankbarkeits-Herz ist alles, was zählt.“

– Sri Chinmoy

Wann immer Sri Chinmoy die Frage gestellt wurde: „Wenn es eine einzige Eigenschaft gäbe, auf die ich mich konzentrieren sollte, welche wäre es?“, antwortete er immer: „Dankbarkeit.“ Dankbarkeit stellt die fruchtbarste Grundlage zur Verfügung, auf der andere innere Eigenschaften ohne weiteres wachsen können.

Um dem Zweck einer Anfänger-Übung gerecht zu werden, werde ich euch noch einmal durch alle Einzelschritte führen.

ÜBUNG: DIE DANKBARKEITS-MEDITATION

HALTUNG: Sitze auf bequeme Weise aufrecht. Dein Rücken sollte „wachsam“ sein. Deine Hände kannst du in deinem Schoß legen oder auf den Oberschenkeln ruhen lassen, aber ich empfehle, sie vor dem Herzen zu falten. Für diese Übung schließe sanft deine Augen.

GEWISSENHAFTIGKEIT IM INNEREN LEBEN: Beginne damit, einen inneren Pakt mit dir zu schließen. Sage dir, dass diese nächsten fünf, sieben oder zehn Minuten deinem spirituellen Leben gewidmet sind, deiner spirituellen Einkehr. Nichts anderes ist in dieser Zeit wichtig. Nimm dir eine Minute, um in deinem Herzen den aufrichtigen Hunger nach der inneren Eigenschaft oder Idee zu fühlen, die dich am meisten anspricht – sei es Friede, Liebe oder Gott. Stelle dich vor, du bist ein Kind in deinem eigenen Herzen, das sich nach dieser Eigenschaft sehnt. Verweile in dieser Sehnsucht, in diesem inneren Hunger für eine Minute.

DEN VERSTAND BERUHIGEN: Wir nutzen dieselbe Technik wie zuvor. Später wirst du andere Techniken lernen, um den Verstand zu beruhigen.

Lade deinen Verstand in die Stille ein. Stelle dir vor, dass über deinem Kopf ein strahlender, wolkenloser, blauer Himmel ist. Er ist sehr klar und sehr weit. Mit jedem sanften Einatmen stelle dir vor, dass alle Formen und Bilder in deinem Verstand nach oben in diesen klaren Himmel entschwinden. Fühle keine Notwendigkeit, diese Gedanken und Bilder zu ersetzen. Lasse deinen Verstand weicher und formloser werden. Schließlich stelle dir vor, dass dein Verstand nach oben in den Himmel entschwindet und dich ohne Verstand und Form zurücklässt. Wenn du möchtest, kannst du für dich wiederholen: „Kein Verstand, keine Form, ich existiere nur. Kein Verstand, keine Form, ich existiere nur.“ Und dann werde still.

Bitte stelle dir vor oder erinnere dich in deinem Herzen an eine Zeit oder eine Erfahrung, mit der du ein aufrichtiges Gefühl von Dankbarkeit verbindest. Rufe diese Erfahrung in deinem Herzen wach, fast als spieltest du ein Video ab, und gleichzeitig aktiviere oder erlebe wieder die Dankbarkeit, die du zu diesem Zeitpunkt fühltest. Versuche mit jedem sanften Einatmen die Rückerinnerung und die Dankbarkeit zu intensivieren.

Mache dies eine Minute lang. Lass nichts anderes, keine anderen Vorstellungen in deinem Verstand zu. Lass diese spezielle Erfahrung nach einer Minute los, und verweile einfach in der Dankbarkeit deines Herzens. Stelle dir vor, dass der einzige Grund, warum du existierst, darin besteht, Dankbarkeit anzubieten – eine Quelle der Dankbarkeit für andere zu sein. Dies ist deine einzige Beschäftigung. Mit jedem Atemzug dehne dieses Gefühl von Dankbarkeit in den Raum direkt vor dir aus. Mache dies ein bis zwei Minuten lang. Dann dehne innerhalb der nächsten Minute die Dankbarkeit auf dieselbe Weise in den Raum hinter dir aus. Danach in den Raum über und unter dir und zu beiden Seiten.

Schließlich lasse einfach Dankbarkeit aus dir in alle Richtungen ausströmen, hoch in den Himmel und zum Horizont. Verweile in diesem Raum, so lange es dir angenehm ist. Stell dir vor, du seist die Dankbarkeit selbst.

Es ist schön, eine Meditation auf angemessene Art und Weise zu beenden, und wir tun dies oft durch eine bestimmte Art des Sprechgesanges, das „Chanten“. Das Chanten ist eine eigene Technik, aber in diesem Fall singe einfach „Shanti“ („Schan-tii“ ausgesprochen) dreimal laut. „Shanti“ ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet „Frieden“. Singe es langsam, auf andächtige und seelenvolle Weise, mit dem Gefühl, dass du Frieden anrufst, während du singst.

Wenn du deine Meditation beendest, kehre nicht zu schnell zur Tagesordnung zurück. Stattdessen beginne bewusst den Prozess, deine inneren mit deinen äußeren Erfahrungen zu verbinden. In diesem Fall, während du deine Augen langsam öffnest, betrachte alles mit Dankbarkeit. Worauf auch immer dein Blick fällt, anerbiete deine Dankbarkeit. Betrachte die Welt mit Dankbarkeit.

Mein Dankbarkeits-Herz weiß immer den Weg.“                                                                                                                      

– Sri Chinmoy

Bei Vorträgen frage ich immer, wie sich Dankbarkeit anfühlt. Typische Antworten sind „liebevoll“ oder „voller Freude“. Meine Lieblingsantwort ist, dass sie sich befreiend und ausdehnend anfühlt. Wann immer ich diese Meditation ausübe, verschwinden all die Kleinigkeiten, die mich während des Tages ärgern und ich dehne mich aus in etwas Liebliches.

Es ist interessant zu bemerken, dass eine einzige wahrhaftige Emotion, in diesem Fall Dankbarkeit, aus anderen Emotionen und Gefühlen besteht. Es ist, als ob das Rezept für Dankbarkeit 1/4 Tasse Freude, 1/2 Tasse Liebe und ein Teelöffel Weite wäre. So ist die Natur spiritueller Qualitäten. In einer Qualität wachsen spontan andere. Beispielsweise ist in wahrhaftigem Frieden eine gewaltige Kraft enthalten.

So beginne deinen spirituelle Reise mit den Qualitäten, die dich spontan ansprechen. Nutze dein Leitbild. (Hast du eines gemacht? Wenn nicht, mache die Übung jetzt!) Du kannst diese einfache Meditation mit jeder Qualität machen, und in dieser Qualität wirst du andere Qualitäten wachsen sehen. Wiederum, wenn du diese Übung nicht ausführen konntest, macht das nichts. Versuche es mehrere Male, um zu sehen, ob es klappt, und wenn nicht, gibt es viele andere Techniken, die du ausprobieren kannst. Erinnere dich daran, dass du deine ganz eigene einzigartige Veranlagung besitzt und schließlich auch deine eigene Art und Weise zu meditieren einzigartig sein wird.

Vermeide es, deine Erfahrungen schnell zu beurteilen. Es ist es wert, es einige Male auszuprobieren. Falls du diese Übung nicht sofort ausführen kannst, macht das nichts. Erinnere dich daran, dass wir noch Anfänger sind und als solche geduldig mit uns und unserem Fortschritt sein sollten.

ÜBUNG: MEDITIERE JEDEN MORGEN UND ABEND

Du kannst jede der beiden Techniken benutzen, die du in diesem Kapitel erlernt hast. Du kannst die Dankbarkeitsmeditation am Morgen machen. Oder du kannst eine Qualität aus deinem Leitbild wählen und anstelle von Dankbarkeit in dieser Übung verwenden. Versuche während des Tages ein bewußter Ausdruck dieser Qualität zu werden. Beobachte sie in anderen. Praktiziere sie in deinem Umgang mit anderen.

Du wirst sehen, dass dieser Vorgang dich in die Lage versetzt, deine inneren Muskeln zu entwickeln. Je mehr du sie trainierst, umso stärker werden sie. Es gibt nichts – ich verspreche es dir – nichts Befriedigen- deres, als dich selbst dabei zu beobachten, zu der Art von Person zu werden, die du gerne sein würdest!

Am Abend könntest du die Kerzenmeditation anwenden. Alternativ kannst du auch beide Techniken zu einer Meditation zusammenfassen, die du sowohl morgens als auch abends nutzen kannst.

An dieser Stelle ist das Ziel, Regelmäßigkeit in deiner Praxis und Wachsamkeit in deinem Leben der Strebsamkeit zu schaffen. Es ist besser, nur sieben Minuten mit höchster Reinheit und Intensität zu meditieren als einfach nur eine halbe Stunde deine Meditation „abzusitzen“. Mache deine Meditation rein und erfüllt mit innerem Streben.

Wenn ich den Ausdruck „Reinheit“ benutze, meine ich das nicht im viktorianischen Sinne. Ich meine es mehr so, wie bei dem Orangensaft, der beworben wird mit: „In diesem Saft ist nichts anderes als Orangen.“ Wenn du mit Reinheit meditierst, sollte es dir nur darum gehen, das Streben deines Herzens zu nähren – und nicht darum, was du später noch zu erledigen oder Probleme, die du noch zu bewältigen hast. Nur die Absicht deines Herzens sollte dir gegenwärtig sein.

„Jede Methode spiritueller Disziplinwird zwei notwendige und untrennbare Flügel haben: absolute Geduld und feste Entschlossenheit.“

– Sri Chinmoy

THE ABSOLUTE

No mind, no form, I only exist;

Now ceased all will and thought.

The final end of Nature´s dance,

I am It whom I have sought.

A realm of Bliss bare, ultimate;

Beyond both knower and known;

A rest immense I enjoy at last;

I face the One alone.

I have crossed the secret ways of life,

I have become the Goal.
The Truth immutable is revealed;
I am the way, the God-Soul.

My spirit aware of all the heights,
I am mute in the core of the Sun.
I barter nothing with time and dees;

My cosmic play is done.

(The Absolute, from: MY FLUTE, Sri Chinmoy)

DAS ABSOLUTE

Kein Verstand, keine Form, ich existiere nur;
Verebbt sind Wille und Gedanken;
Das letzte Ende des Tanzes der Natur,
Ich bin Es, das ich gesucht habe.

Ein Reich der Glückseligkeit, rein, letztlich,

Jenseits des Wissenden wie des Gewussten;
Eine unermessliche Ruhe erfreut mich schließlich;

Mit dem Einen bin ich ganz allein.

Ich habe die geheimen Meere des Lebens durchkreuzt,

Ich bin das Ziel geworden.
Die unveränderbare Wahrheit ist enthüllt;
Ich bin der Weg, die Gott-Seele.

Mein Geist ist sich aller Höhen bewusst;

Bin ich stumm im Herzen der Sonne.

Nichts habe ich zu tun mit Zeit und Taten;

Mein kosmisches Spiel ist getan.

(Gedicht aus dem Buch „My Flute“ von Sri Chinmoy; Übersetzung aus: Songs of the Soul/ Seelen-Lieder)

WEITERE SCHRIFTEN VON SRI CHINMOY:

Erhältlich unter Amazon oder bei www.goldenshore.de

Der Verstand

Der Verstand

Question: You seem to feel that the mind is not that important. What about students, who go to school?

Sri Chinmoy: As a student, you certainly have to develop your mind. But we have to know that there are two types of mind. One is the physical mind, which is constantly doubting and subject to undivine thoughts. The physical mind is constantly judging everything and then examining itself to see whether its judgement is true. The physical mind is fond of accumulating information, but information is not going to give us an iota of inner wisdom. This mind does not help us at all in our inner development. But there is also the pure mind, the higher mind, the mind that is far beyond the domain of doubt. That mind is clear; that mind sees the Reality as such and wants to grow into the Reality. The higher mind and the loving heart go together.

The physical mind will bring us information or world-knowledge. Inside this world-knowledge there is not true wisdom, but still we cannot look down upon this knowledge. Only we have to feel that this knowledge must be transcended so we may enter into the higher mind. Right now we do not really know Infinity, Eternity and Immortality. These are vague terms that the physical mind cannot grasp. But if we enter into the higher mind, then we see these things as the real Reality.

Sri Chinmoy, Fifty Freedom-Boats To One Golden Shore, Part 2, Agni Press, 1974

Question: Is there any way to determine what our level of mind is?

Sri Chinmoy: Yes, if you go deep within, you can easily know. There are various levels of the mind, starting with the physical mind. We have the intuitive mind, the overmind, the supermind and so forth. So you have to know from which plane you are operating. An ordinary human being does not know, but a spiritual man knows from which plane he is operating. Whenever he does something, he knows whether he is doing it from his physical mind, intuitive mind, higher mind or overmind. So in your case, if you want to act from the intuitive mind, let us say, then by your aspiration you should be able to stay there all the time.

Sri Chinmoy, Experiences of the Higher Worlds, Agni Press, 1977

Foto: Sascha Priesemann, pixelio.de

Ich will mich lösen

Ich will mich lösen

Ich Will Mich Lösen

Im neuen Jahr möchte ich mich lösen.
Von allem lösen, das mich erschwert und belastet und schon lange auf meinem Herzen liegt.
Ich will es nicht mehr haben, denn es nimmt mir die Freude.
Ich will jetzt Sein, Sein was ich bin und nicht, was ich denke, habe oder wen ich kenne.
Obwohl ich sie noch deutlich spüre, die Hindernisse und Probleme, die auf mir lasten, kann ich auch deutlich spüren, wie ich sie spontan von mir werfe und mich von ihnen befreie.
Es wird wohl sein, wie das Springen, vom drei Meter Brett in der Grundschule.
Erst habe ich die anderen springen sehen und ihre Freude.
Dann habe ich gebetet für den Mut.
Dann wusste ich, der Tag wird kommen an dem ich springe, denn eine Kraft in mir wird mir den Mut geben.
Dann habe ich die Treppe hinauf genommen.
Die anderen vorlassen, an das Ende des Brettes gehen, hinunter sehen, zurück gehen, es wagen wollen, erschrecken, aufgeben wollen, sich anstrengen, verzweifeln, sich mit aller Kraft bemühen, gleichgültig werden, ich kann nicht mehr, Augen schließen, schreien, laufen, uuuuuuuund Springen,
die Augen aufreißen, ins erfrischende Wasser platschen, auftauchen, rennen und hoch, wieder Springen und nochmal und nochmal.
Träumen und hoffen, beten und wagen, so will ich leben.
Deshalb löse ich mich von all meinem materiellen Besitz, der keinen Nutzen für mich hat, meinen Raum einengt und mir keine Freude ist.

Ich löse mich von allen negativen Gedankenmustern, über mein Leben und mich selbst.
Denn sie stehen mir im Weg und nehmen mir die Freude.
Ich werde Freundschaft schließen mit meinem Herzen, denn es sagt mir, was ich wirklich bin und mein Leben wirklich ist.

Ich löse mich von allen Menschen, denen ich den Weg zur Freude verschließe und die mir den Weg zur Freude verschließen.
Das kann bedeuten ich löse mich von Menschen und schlage neue Wege ein, doch es kann auch bedeuten, dass ich mich von Erinnerungen löse, die es mir nicht erlauben diesen Menschen zu vergeben, mir selbst zu vergeben.
Damit ich ihnen wieder mit offenem Herzen begegnen kann.
Ich muss es nur wollen.
Das Leben führt mich.

Es gibt nur eines, von dem ich mich nie lösen will.
Es ist der Mut meines Selbst gebenden Herzen, der mich zur Liebe führt, die ich bin.
Ich will nichts auf Erden halten, nur eine Angewohnheit.
Mich jeden Tag für einige Minuten von allem zu lösen und mich hinzugeben in die stille Weite des Herzens.

Text von Sanaz Datubar

Bild Heinrich Linse / pixelio.de

„Wenn du es wagst,
einen Fehlschlag zu erleiden,
bist du dazu bestimmt,
Erfolg zu haben.“
* Sri Chinmoy *

Café Oneness-Delight

Café Oneness-Delight

Wir betreiben ein vegetarisches Café in Hamburg Winterhude. Von Zeit zu Zeit geben wir auch in diesen Räumlichkeiten kostenfreie Meditationsworkshops.

Unser Café bietet neben einem vegetarischen Mittagstisch, eine Tagessuppe, Sandwiches, Kaffee und Kuchen an. Dabei kochen und backen wir alles selbst vor Ort. Besuche uns gerne in der Dorotheenstr. 136 und genieße die friedliche Atmosphäre. Auch haben wir einige Bücher zum Thema Meditation da.

Café Oneness-Delight, Dorotheenstr. 136, 22301 Hamburg

Mo-Freitag 09:00-18-00 Uhr, Sonntag 10.00-16.00 Uhr (Sonntags und an Feiertagen geschlossen)

weitere Infos auf: www.oneness-delight.de

10 Gründe warum es wert ist Meditation täglich zu üben

10 Gründe warum es wert ist Meditation täglich zu üben

1. Inneren Frieden und Freude finden

Meditation ist die Technik, welche dir zeigt, wo in dir selbst Frieden und Freude verborgen liegen. Durch Meditation lernst du, dass ein glückliches Leben nicht zwangsläufig von den äußeren Umständen abhängt, wie Wohlstand oder Karriere. Sondern vielmehr von deinem inneren Reichtum, in Form von innerer Heiterkeit und Frieden. Wenn du lernst, innerlich reich zu werden, wird sich das automatisch in deinem äußeren Leben, mit Erfolg und den richtigen Freunden, widerspiegeln.

2. Entwickle innere Kraft und Stärke

Meditation hilft dir, deine Willenskraft zu entwickeln. Durch Meditation lernst du dich selbst besser kennen. Du erkennst die Ursachen für deine Schwächen, welche dir in deinem Leben vielleicht immer wieder Probleme bereiten. Bist du es Leid unter deinen Problemen zu leiden, dann muss in dir ein brüllender Löwe erwachen, der deinen Schwächen den Kampf ansagt. Meditation lehrt dich zum einen, dass deine Willenskraft unendlich stärker ist, als deine Schwachstellen. Zum anderen lehrt sie dich, dass dich deine Schwächen nur verlassen, wenn du sie besiegst und niemals, wenn du ihnen nachgibst, oder aus dem Weg gehst.

3. Mehr Gelassenheit im Alltag

Konkurrenz, Druck und Stress auf der Arbeit, im Studium, oder in der Schule? Meditation hilft dir, bei den Stürmen des Alltags dein inneres Gleichgewicht zu behalten. Meditation macht dich innerlich stärker, so dass dir Unannehmlichkeiten des Alltags weniger anhaben können. Deine innere Gelassenheit wird auch dein Umfeld bemerken und anerkennen. Nicht Kampf und Streit, sondern innerer Frieden ist wahre Stärke.

4. Werde Herr deiner Gedanken

Die Essenz der Meditation ist es, deinen Verstand ruhig und still zu machen. Sobald du deinen trickreichen Verstand besser kennen gelernt hast, wirst du erkennen, dass 90 % deiner Probleme von falschem Denken herrühren. Auch wenn es dir am Anfang unmöglich erscheinen mag, deine Gedanken zur Ruhe zu bringen, kannst du dies mit der Zeit lernen. Meditation zeigt dir, wie du ungesunde, zerstörerische Gedanken aus deinem Leben verbannst. Es wird dir möglich sein, ein komplett neues Leben zu beginnen.

5. In Harmonie mit deinen Mitmenschen

Meditation verrät dir Geheimnisse. Zum Beispiel, dass jeder Mensch ein fühlendes und wunderschönes Herz besitzt. Meditation ist die Sprache des Herzens. Erlernst du diese Sprache, kannst du jeden Menschen im Herzen berühren und die Schönheit, die dort wohnt, zum Vorschein bringen. Die Menschen werden dich mögen, ohne dass Ihnen bewusst ist, warum.

6. Entdecke das ewige Kind in dir

Kinder sind voll unerschöpflicher Energie, Enthusiasmus und Begeisterung. Jeder Tag und jeder Ort präsentiert sich Ihnen als Spielplatz mit schier endlosen Möglichkeiten. Aber wo bleibt diese Leichtigkeit und Lebensfreude im Laufe des Lebens? Auch dieses Geheimnis verrät dir die Meditation. Sie zeigt dir, wie du die Lebensfreude und den Enthusiasmus in dein Leben zurückholen kannst. Das Leben wird sich dir wieder als Spielfeld präsentieren, mit zahllosen Möglichkeiten, an denen du wachsen, dich entwickeln und entfalten kannst.

7. Lerne, dein Schicksal in die Hand zu nehmen

Kommt die dein Leben manchmal wie ein Schiffchen im tosenden Meer vor? Die hohen Wellen werfen es gnadenlos von einer Seite auf die andere und du hast Mühe, nicht unter zu gehen? Dann bestimmt dich das Leben und nicht umgekehrt. Meditation hilft dir, innerlich Ordnung zu schaffen. Wenn du weißt, was du willst, kannst du dir Ziele im Leben setzen und mit klarem Fokus darauf zu gehen. Du wirst erfahren, dass sich die Umstände an dich anpassen und du dein Schicksal selbst bestimmen kannst.

8. Bringe deine Gefühle und Emotionen unter Kontrolle

Manchmal tun dir deine emotionalen Reaktionen gegenüber anderen selber leid, aber du fühlst dich ihnen hilflos ausgeliefert? Das muss nicht für immer so bleiben! Durch Meditation bringst du mehr Bewusstheit in deinen Gefühlshaushalt. Du lernst zu erkennen, welche Situationen dich auf die Palme bringen, dich stark verunsichern, oder dir Angst machen. Das Verstehen bestimmter Muster ist schon der erste Schritt zur Besserung und lehrt dich auch viel über dich selbst.

9. Entdecke deine ungeahnten Potentiale

Meditation enthüllt dir ein weiteres Geheimnis. Nämlich, dass mehr in dir steckt, als du glaubst. Denn da liegt das Problem: Leider glauben wir immer das, was wir denken. Aber das, was wir denken, stimmt fast nie mit der Wirklichkeit überein. Beweise es dir selbst, indem du mutig ganz neue Dinge ausprobierst. Zum Beispiel, deinen ersten Marathon zu laufen.

10. Meditation – Abkürzung zu einem glücklichen Leben

Es ist das Bedürfnis eines jeden Menschen, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Die Herausforderung ist, den richtigen Weg zu diesem Ziel zu finden. Wird ein Napoleon glücklich gewesen sein, der sich die Welt untertan gemacht hat? Oder eher ein Buddha, der im Gegenteil allem königlichen Reichtum entsagt hat und sich auf den Weg der Selbsterkenntnis gemacht hat? Unser Gefühl sagt uns, wahrscheinlich letzterer. Aber warum? Weil er unter dem Bodhibaum meditiert hat, bis er erkannt hat, das unser wahrer Wesenskern reine Glückseligkeit und reine Wonne ist.

Meditations Musik

Meditations Musik

Eine sehr einfache Art und Weise in die Meditation einzutauchen ist durch seelenvolle Musik. Musik ist die universelle Sprache, die jeder Mensch versteht und die uns auf sehr unterschiedliche Art und Weise berühren kann. Meditations Musik verbindet uns mit dem universellen Klang unseres Herzens. Echte Meditationsmusik besitzt eine innere Botschaft, eine innere Kraft und Stille, die uns weit über unseren Verstand hinaus transportieren kann.

Als ich das erste mal in den Meditationskurs kam, spürte ich eine unendliche innere Weite und Kraft in der Musik von Sri Chinmoy. Sri Chinmoy komponierte tausende verschiedene Lieder, ein Teil in seiner Muttersprache Bengali, andere auch in Englisch. Viele davon sind wunderschöne Gedichte, die verschiedene Erfahrungen eines Suchers nach Gott widerspiegeln. Er vertonte auch einige der zeitlosen Mantren aus den Bagavad Gita und den Upanishaden. Meditationsmusik kann dynamisch und kraftvoll sein oder auch sanft und still.

Eine Auswahl von kostenfreier Meditationsmusik gibt es auf http://www.radiosrichinmoy.org/

Eine Notensammlung von Sri Chinmoy’s Musik gibt es auf http://www.srichinmoysongs.com

Zuletzt 2 Videos mit Live Musik.

Songs of the Soul Konzert in Dubrovnik, 2015.

Sri Chinmoy spielt Esraj.

 

Entdecke das Kind in Dir!

Entdecke das Kind in Dir!

Durch Meditation kannst du deine kindlichen Qualitäten stärken. Das macht Spaß und bringt Freude! In unserem Herzen liegen Freude, Enthusiasmus, unendliche Energie, Reinheit, Einfachheit und andere göttliche Qualitäten verborgen. Meditation bedeutet nicht steif dazusitzen und sich zu verkrampfen, stattdessen ist es gut seine Muskeln zu entspannen, zu lächeln, bewusst und vollständig ein und auszuatmen und tief in sich zu gehen.

Sri Chinmoy sagte: „Age is in the Mind, not in the Heart.“ „Alter ist im Verstand, nicht im Herzen.“ Können wir das Bewusstsein
eines 7 jährigen  Kindes behalten ist es möglich jeden Tag Neues zu entdecken und dazuzulernen.

7 Kindliche Qualitäten:

FreudSanaz KINDe– wahre Freude kommt von innen und ist immer gegenwärtig, egal was passiert.

Enthusiasmus– lässt uns morgens vor Begeisterung aus den Bett springen und ist der Antriebsmotor unsere Projekte zu verwirklichen.

SANAZ 2

Energie– unendliche kosmische Energie können wir in der Mediation durch unser ganzes Wesen ein und ausatmen, wenn wir uns mal schlapp und müde fühlen.

Lächle und weine wie ein Kind– weint ein Kind kommt die Mutter gelaufen und tröstet es. Schon im nächsten Moment kann es wieder strahlend lächeln. So ist es auch wenn wir mal einen nicht so guten Tag hatten, am nächsten scheint die Sonne wieder!LUANA KIND 3

Reinheit– ist eine Grundqualität um spirituelle Erfahrungen und positive Qualitäten dauerhaft in uns zu etablieren.

Einfachheit– Vereinfache dein Leben, mache die wichtigen Sachen zuerst und verzichte auf Dinge die dein Leben unnötig kompliziert machen.

Neu Sein– Jeden Tag, jede Minute und jede Sekunde gibt es etwas Neues zu entdecken. So können wir die Welt mit staunenden Augen betrachten und scheuen nicht zurück, mal etwas neues auszuprobieren, aus alten Mustern auszubrechen und uns neu zu erfinden.

SANAZ 3

Bild und Text: Marlen

Die 3 Gunas

Die 3 Gunas

Die 3 Gunas sind die 3 Qualitäten, die in der Natur vorkommen, in der Materie, Energie und Bewusstsein. Sie treten in unterschiedlichen Zusammensetzungen in unserer Persönlichkeit, in unserem Handeln und um uns herum auf. Ziel im Yoga ist es, als erstes ein ausgeglichenes, balanciertes Bewusstsein zu erreichen (Sattva) und schließlich alle 3 Qualitäten zu transzendieren. Die 3 Gunas können durch äußere Umstände, durch die Praxis von Yoga und Meditation, Gedankenkontrolle und durch Lebensgewohnheiten verändert werden. Lebt man zum Beispiel vegetarisch, trinkt keinen Alkohol und nimmt keine Drogen stärkt man Sattva.

SattvaSATTVA

Eigenschaften: Licht, Reinheit, Harmonie, Weisheit, Freude

Persönlichkeit: ausgeglichen, harmonisch, gütig, sanft, lernt aus Erfahrungen, spirituell, kreativ und schöpferisch

 

Um Sattva zu erlangen, sollte Rajas und Tamas verringert werden.

Dabei hilft:

Ein positives Umfeld, positive Gedanken, Praxis von Yogadisziplinen, tägliche Meditationsübungen

Ernährung: Ghee (Butterschmalz), Honig, Vollmilch, Getreide, Reis, frisches reifes Obst und Gemüse, , Gemüse die über der Erde reifen, Karotten und rote Beete

RajasRAJAS

Eigenschaften: Energie, Aggression, Leidenschaft, Lust, Gebunden an seine Taten, Feuer

Persönlichkeit: gute Energie, Neigung zur Überaktivität, starke Gedanken, starke Meinungen, Kontrolle über andere Personen, Ungeduld, erreichen ihre Ziele aus einem egoistischen Grund heraus, turbulente Emotionen, Probleme kreieren

Aus Rajas resultiert Schmerz

Ernährung: frittierte und scharfe Speisen, Koffein, Alkohol

Rajasische Lebensmittel können für Personen, die zu Tamas neigen gut, sein, da sie Feuer und Energie geben.

TamasTAMAS

Eigenschaften: Dunkelheit, Stagnation, Tod, tiefer Schlaf, Blindheit, Schwere, Täuschung

Persönlichkeit: Blockaden, stagnierende oder unterdrückte Emotionen, kümmern sich wenig um sich selbst, schlechte Hygenie, lassen sich von anderen Personen oder negativen Einflüssen dominieren, übernehmen keine Verantwortung, Müde, Träge

Aus Tamas resultiert Unwissenheit

Ernährung

Fleisch, Pilze, Hartkäse, H-Milch, Nahrungsmittel mit Konservierungsstoffen, Tiefkühl- und Dosenprodukte, aufgewärmtes Essen, Instant-Produkte, genmanipulierte und synthetische Nahrung, Essig, raffinierter Zucker, Übermaß an Alkohol

Bildquelle:
Textquelle:
Artikel: Marlen

Bhakti, Karma und Jnana Yoga

Bhakti, Karma und Jnana Yoga

Bild: Arjuna und Krishna

You have the right to act but do not claim the fruits.- Bhagavad Gita

Du hast das Recht zu handeln, aber nicht auf die Früchte des Handelns.- Bhagavad Gita

Bhakti Yoga- der Pfad der Hingabe

Bhakti Yoga verehrt Gott in seiner persönlicher Form durch Liebe und Hingabe. Für einen Bhakta (den praktizierenden des Bhakti Yoga) ist Gott reine Zuneigung und Süße. Für ihn gibt es keine Zweifel, dass Gott existiert. Ein Bhakta hat das einzige Verlangen eins mit dem Ozean zu werden. Ein Bhakta spricht nicht, sondern fühlt.

Karma Yoga- der Pfad des selbstlosen Dienens

Ein Karma Yogi aktzeptiert das Leben so wie es ist. Sein Ziel ist ein gesunder Körper und langes Leben, damit er dem Supreme, dem Höchsten in der Menschheit, dienen kann. Die Ergebnisse seines Handelns legt er dem Supreme zu Füßen, keine Niederlage kann ihn davon abhalten auf dem Pfad des Lichtes, der Wahrheit und der Kraft wie ein göttlicher Krieger weiter zu ziehen. Seine Waffen sind Losgelöstheit und Standhaftigkeit. Auch er trägt in seinem Herzen die grenzenlose Liebe für die Menschheit.

Jnana Yoga- der Pfad der Erkenntnis

Der Pfad der Erkenntnis geht weit über den normalen Verstand hinaus. Neti, Neti, nicht dies, nicht dies. Durch seine Unterscheidungskraft gelangt der Jnana Yogi zur höchsten Wahrheit, zu einer höheren Wirklichkeit. Sein inneres Wissen durchschaut die Mysterien von Leben und Tod.

Sri Chinmoy bezeichnet seinen Weg als Love, Devotion und Surrender- Liebe, Ergebenheit und Hingabe. In seiner Philosophie findet man das alte ewige Wissen spiritueller Meister, Yogis und Seher. Sri Chinmoy lehrte Meditation in einfacher und schöner Sprache. Man findet darin verschiedene Aspekte von Bhakti Yoga, Karma Yoga und Jnana Yoga wieder, weshalb Sri Chinmoys Yoga sich als integraler Yoga, eine Zusammenführung aller Yogaaspekte bezeichnen lässt. So komponierte er zum Beispiel tausende hingebungsvolle Lieder und Gedichte, die verschiedenste Erfahrungen eines Suchers wiederspiegeln. Sport gehörte für ihn genauso zur Meditation wie selbstloses Dienen, durch verschiedenste Aktivitäten wie Friedens Konzerte, Vorträge und Kunst.

Bildquelle: pixelio.de
Artikel: Marlen

Die Kunst der Stille

Die Kunst der Stille

Meditation wird in der Stille gelehrt. Jeder kennt diese innere Stimme, die uns sagt, welcher der richtige Weg für uns ist. Wenn wir in die Stille gehen, unsere Gedanken still machen, werden wir nicht dumm, sondern öffnen uns für eine höhere Wirklichkeit. Nach einiger Zeit entdecken wir, dass alles sich von Innen nach Außen entwickelt. Alle Qualitäten, die wir in unserem Inneren entwickeln, manifestieren sich auch in unserem Leben.

Wer nach außen sieht träumt. Wer nach Innen sieht erwacht. Carl Gustav Jung

Unsere Balance und unser Glücklichsein werden völlig unabhängig und frei von äußeren Umständen. Vielleicht denken wir, wenn ich ein Haus habe, wenn ich Kinder habe, wenn ich  nur…. dann werde ich glücklich sein. Doch Glücklichsein kann jeder selbst erschaffen.

Um richtig glücklich zu sein reicht schon ein aufrichtges Lächeln! Beginne damit am besten am Morgen, wenn du in den Spiegel schaust. Leider lächeln wir viel zu wenig. Wie fühlt man sich, wenn man lächelt? Wie sieht es aus, wenn die Augen lächeln? Welche Ausstrahlung hat ein lächelndes Kind? Lächeln kann man auch im täglichen Leben “üben“. Versuche einmal einen Monat lang öfters zu lächeln!

At every moment                          693740_web_R_K_by_Melling Rondell ( Liudmila )_pixelio.de

I need the dancing smile

Of a child

-Sri Chinmoy

 

In jedem Augenblick

Brauche ich das tanzende Lächeln

Eines Kindes

– Sri Chinmoy

 

Um Meditation wirklich zu erlernen ist es notwendig nicht nur einen Kurs zu besuchen und mit anderen Menschen zu meditieren, sondern auch allein zu Hause in der Stille Meditation zu üben.

Hier noch eine Antworten und ein Kommentar, die Sri Chinmoy zum Thema Stille und Meditation gegeben hat. Der orginal englische Text, steht darunter.

Frage: Wie können wir verhinden, dass unsere Gedanken uns während der Meditation stören?
Sri Chinmoy: Wir müssen uns bemühen unseren Verstand ruhig und still zu machen. Wir können dies als eine innere Übung betrachten. Wenn wir es jeden Tag tun, werden wir früher oder später Erfolg haben. Die Fliege mag mich so oft wie sie möchte ärgern, doch immer wenn sie kommt, werde ich veruchen sie weg zu scheuchen. Immer wenn ein ungöttlicher Gedanke in meinen Verstand eintritt, werde ich ihn hinauswerfen. Er ist wie ein fremdes Element, ein Dieb, der in mein Zimmer eingetreten ist. Warum sollte ich bewusst einem Dieb erlauben in meinem Zimmer zu sein, wenn ich die Fähigkeit habe ihn hinauszuwerfen? Genauso werde ich, wenn ein ungöttlicher Gedanke meinen Verstand betritt, ihn erfassen und ihn in das brennende Feuer der inneren Strebsamkeit werfen.
Sri Chinmoy, Fifty Freedom-Boats To One Golden Shore, Part 2, Agni Press, 1974

Stille
Wenn du meditierst und tief nach innen gehst, tritts du in das Reich der Stille, wirklicher Stille, ein. In dieser Stille wächst die Realität. Wenn du dich in tiefer Stille befindest, wirklicher Stille, spiritueller Stille, wirst du sehen wie Wahrheit, Liebe und Schönheit wachsen, alles wächst und fließt. In wirklicher Stille, wächst Realität ständig in verschieden Formen und Gestalten.
Sri Chinmoy, Life-tree-leaves, Agni Press, 1974

Question: How can we stop thoughts from bothering us during Meditation?
Sri Chinmoy: We have to make an effort to calm and quiet our mind. We can call this a kind of inner exercise. If we do it every day, sooner or later we are bound to succeed. Let the fly bother me as many times as it wants to, but each time it comes I will try to chase it away. Each time an undivine thought enters into my mind, I will throw it out of my mind. It is like a foreign element, a thief, that has entered into my room. Why should I consciously allow a thief to remain in my room when I have the capacity to throw him out? Here also, when an undivine thought enters into my mind, I will just capture the thought and throw it into the blazing fire of inner Aspiration.
Sri Chinmoy, Fifty Freedom-Boats To One Golden Shore, Part 2, Agni Press, 1974

Silence
When you meditate and go deep within, you enter into the realm of silence, real silence. In this silence Reality is growing. But when you are in deep silence, real silence, spiritual silence, there you will also see truth is growing, love is growing, beauty is growing; everything is growing and flowing. In real silence, Reality is constantly growing in different forms and shapes.
Sri Chinmoy, Life-tree-leaves, Agni Press, 1974

Fotos, pixelio.de, Buddha: Rosel Eckstein , Mädchen: Melling Rondel
Artikel: Marlen Bernhard

 

 

Spirituelle Schriften

Spirituelle Schriften

Unser Verstand ist wie ein Radioempfänger, der bestimmte Frequenzen aufnimmt und sendet. Durch das Lesen von spirituellen Schriften, können wir unseren Verstand reinigen und wir werden inspiriert unsere Meditation zu vertiefen und vielleicht ein etwas anderes Leben zu führen, als uns von Werbung, Verwandten, Freunden, der Gesellschaft etc. vorgeschlagen wird. Weiß man einmal nicht weiter oder hat spirituelle Fragen, die das innere Leben betreffen, kann uns ein Buch die Antwort geben. Ich habe schon oft erlebt, dass ich ein Buch aufschlage und genau das lese, was in dem Moment passend ist.

 

Leben und Wiesheit der Glückseeligen Mutter Anandamayi Ma: Leben und Weisheit der Glückseligen Mutter (Edition Maitri)

Die grösste Yogini des 20.Jahrhunderts – ein eindrucksvolles Dokument über eine erleuchtete Frau Indiens

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Ramana Ramana Maharshi Sei was du bistMaharshi: Sei, was du bist (O.W.Barth)

Ramana Maharshis Unterweisungen, die direkt auf die Erleuchtung abzielen.

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ParamahAutobiographie eines Yogiansa Yogananda: Autobiografie eines Yogi (Selfrealization Fellowship)

Farbenfroher Einblicke in die Welt von Guru und Schüler, am Beispiel eines Yogis des 20.Jahrhunderts und seines Gurus Sri Yukteswar.

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Mein Meister RamakrishnaSwami Vivekananda: Mein Meister Ramakrishna (Phänomen, Hamburg)

Sri Ramakrishna (1836-1886) stand am Beginn der modernen spirituellen Entwicklung, die von Indien ausgehend die ganze Welt erfasste und zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ein globale Spiritualität möglich werden lässt. Erzählt von Sri Ramakrishnas erleuchtetem Schüler Swami Vivekananda.

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Karma YogaBhakti YogaRaja YogaJnana Yoga der Pfad der Erkenntnis

Swami Vivekananda:

Raja-Yoga – Der Pfad der Konzentration;
Jnana-Yoga – Der Pfad der Erkenntnis;
Bhakti Yoga – Der Pfad der Liebe;
Karma-Yoga – Der Pfad der Arbeit (Phänomen, Hamburg)

Die Yogas in der Darlegung Swami Vivekanandas sind nach wie vor die fundierteste Einführung in die klassischen Wege indischer Spiritualität. Speziell “Raja-Yoga” sollte von jedem ernsthaften Sucher mindestens einmal gelesen worden sein.

Bhagavadgita

Sri Aurobindo: Bhagavadgita (hinder + deelmann)

Die Bibel Indiens, die Sri Krishnas Unterweisungen in den Yoga wiedergibt, wird von keinem Übersetzer so klar und psychologisch zwingend erfasst wie von Sri Aurobindo. Tiefe, segensreiche Einsichten.

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Licht auf YogaSri Aurobindo: Licht auf Yoga (hinder + deelmann)

Exzerpe aus Sri Aurobindos “Letters on Yoga”. Sri Aurobindo war der Begründer des Integralen Yogas und genoss als erster Yogi Indiens eine westliche Universitätsausbildung in Cambridge. Sein Integraler Yoga ist somit für westliche Menschen ein idealer Ausgangspunkt und stellt auch eine Grundlage von Sri Chinmoys Weg dar.

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Die EinweihungElisabeth Haich: Einweihung (Drei Eichen Verlag)

Ein autobiografischer spiritueller Entwicklungsroman, der einen Bogen über 3000 Jahre spannt und so die Zusammenhänge von Karma und spiritueller Entwicklung ersichtlich werden lässt. Die abendländische Spiritualität basiert auf den alten ägytischen Einweihungswegen, wie hier eindrucksvoll klar wird.

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Das Evangelium des vollkommenen LebensG.J. Ousley (Herausgeber): Das Evangelium des vollkommenen Lebens (Humata Verlag)

Ein vollständiges und ursprüngliches Evangelium, das Aspekte des Lebens und der Lehre Jesu Christi aufzeigt, die in den “offiziellen” Evangelien nicht mehr zu finden sind.

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Das wahre Buch vom südlichen BlütenlandLao Tse: Tao Te King und Dschuang Dsi: Das wahre Buch vom südlichen Blütenland (Hugendubel)

Die zwei grossen taoistischen Klassiker. für alle Liebhaber von Weisheit, die auf poetische, mystische und nicht-mentale Weise vermittelt wird.

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W.Y.Evans-WenMilarepatz: Milarepa, Tibets großer Yogi (O.W.Barth)

Einer der größten buddhistischen Meister der Geschichte war Milarepa, an dessen Beispiel man die Geisteshaltungen und Intensität, die es braucht, um Erleuchtung zu erlangen, gut nachvollziehen kann.

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Eckhart ToJetztlle: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart (J.Kamphausen)

Ein moderner Klassiker mit klaren Beobachtungen über das Sein im Jetzt, das Überwinden des Denkens und wie man mit seinem “Schmerzkörper” umgeht.

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Text: Marlen Bernhard
Titelfoto: John Raetz, Pixelio.de

Warum Meditieren wir?

Warum Meditieren wir?

Meditation kann uns in allen Lebensbereichen weiterhelfen. Durch Meditation lernt man im Hier und Jetzt zu leben, sich besser zu konzentrieren und vorallem Glücklich zu sein mit dem was ist. Meditation hat positive Auswirkungen auf unsere Emotionen und wir lernen die Kraft unserer Gedanken positiv zu nutzen. Meditation ist nicht langweilig sondern immer spannend. Meditation begleitet uns auf den Weg der Selbstentdeckung und Entfaltung. Durch Meditation lernen wir auf unsere Innere Stimme zu hören und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Meditation ist nicht passiv sondern immer aktiv. Durch Meditation können wir negative Erfahrungen annehmen und diese transformieren. Wir lernen über uns hinaus zu wachsen und niemals aufzugeben.

Sri Chinmoy beantwortete immer wieder Fragen von Suchern über Meditation und allem was dazu gehört. Einiger dieser Antworten und Fragen, werden wir auf unserer Homepage vorstellen:

Frage: Warum meditieren wir?

Sri Chinmoy: Meditation ist unbedingt erforderlich, für die die ein besseres und erfüllenderes Leben führen wollen. Wenn du fühlst, dass du mit dem was du hast und mit dem was du bist zufrieden bist, dann brauchst du nicht in die Meditation eintreten. Aber wenn du fühlst, dass tief in deinem Herzen eine kahle Wüste ist, dann möchte ich sagen, dass Meditation die Antwort ist. Meditation wird dir innere Freude und Frieden im Verstand geben. Meditation wird dich niemals von deinen Eltern, Kindern, oder deiner Familie wegführen. Ganz im Gegenteil. Es wird nur die Verbindung zu deinen Liebsten verstärken, weil du in ihnen die Existenz von Gott sehen wirst.

Wenn du deine Talente entwickeln möchtest oder deine Fähigkeiten in irgendeinen Feld ausbauen willst, dann möchte ich sagen, dass es notwendig ist einiger innerer Disziplin zu folgen. Wenn du Sänger bist, und unendlich viel besser singen möchtest, wirst du, wenn du strebst eine viel bessere Stimme bekommen. Es gibt nichts auf der Erde, was nicht durch Spiritualität und Meditation verbessert werden kann.

Wenn du dein Leben vereinfachen möchtest, ist Meditation die Antwort. Wenn du ein erfülltes Leben haben möchtest, ist Meditation die Antwort. Wenn du Freude haben möchtest, die du der Welt geben möchtest, ist Meditation die einzige Antwort.

Wenn du meditierst, um deine Leiden oder Schwierigkeiten zu vergessen, dann meditierst du nicht aus dem richtigen Grund. Aber wenn du meditierst nur um Gott zu gefallen und Gott in seiner eigenen Weise zu erfüllen, dann ist deine Meditation korrekt. Wenn Gott froh ist und Gott in deiner Meditation erfüllt ist, dann ist es Gottes Aufgabe deine Schwierigkeiten und Leiden wegzunehmen. Aber wenn du meditierst um von der Welt zu flüchten oder die Welt herauszufordern und gegen die Welt zu sein, dann tust du das Falsche.

Meditation ist deine bewusste Kapazität, die du jeden Tag und jede Sekunde benutzen kannst um in deine höchste Göttlichkeit einzutreten, da wo sich das Unendliche vollständig im Endlichen auflöst. Die begrenzte Existenz, die du hast und die du bist, kann ganz leicht in der Unendlichkeit verloren gehen und vollständig eins werden mit der Unendlichkeit, wenn du meditierst. Das ist was Meditation ist und was Meditation für dich tun kann.

Aus dem Buch: Experiences of the Higher Worlds (Erfahrungen der höheren Welten), Sri Chinmoy, 1977 Agni Press

Orinal Text in Englisch:

Question: Why do we meditate?

Sri Chinmoy: Meditation is absolutely necessary for those who want to have a better and more fulfilling life. If you feel that you are satisfied with what you have and what you are, then you need not enter into the field of meditation. But if you feel that there is a barren desert deep inside your heart, then I wish to say that meditation is the answer. Meditation will give you inner joy and peace of mind. Meditation will never take you away from your parents, from your children, from your family. Far from it. Only it will strengthen your connection with your dear ones, because inside them you will see the very existence of God.

If you wish to develop your talents or increase your capacity in any field, then I wish to say that it is obligatory to follow some inner discipline. If you are a singer but you wish to sing infinitely better, if you aspire, I tell you, your voice will become far better. There is nothing on earth that cannot be improved through spirituality and meditation.

If you want to simplify your life, meditation is the answer. If you want to fulfil your life, meditation is the answer. If you want to have joy and offer joy to the world at large, then meditation is the only answer.

If you meditate to forget your suffering or to forget your difficulties, then you are not meditating for the right reason. But if you are meditating only to please God and fulfil God in His own way, then your meditation is correct. When God is pleased, and God is fulfilled in your meditation, then it is God’s business to take away your sufferings and difficulties. But if you meditate to escape from the world or to challenge the world and stand against the world, then you are doing the wrong thing.

Meditation is your conscious capacity that you have to utilise every day and every second to enter into your highest divinity, where the finite is completely lost in the Infinite. The finite existence which you have and which you are, can easily be lost in the infinite and become totally one with the infinite if you meditate. This is what meditation is and what meditation can do for you.

 

Artikel: Marlen Bernhard
Bild: Tobias Kunze, pixelio.de