Sri Chinmoy

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Sri Chinmoy Kumar Ghose wurde in dem kleinen Dorf Shakpura in Ost Bengalen, in Indien (jetzt Bangladesh) geboren. Er war das Jüngste von 7 Kindern in einer spirituellen Familie. Im Jahre 1944, nachdem seine Eltern verstorben waren, folgte er seinen Geschwistern in den Sri Aurobindo Ashram, eine spirituelle Gemeinschaft in der Nähe von Pondicherry in Süd Indien. Dort meditierte und betete er für mehrere Stunden täglich und hatte viele innere tiefe Erfahrungen. Hier begann er auch Gedichte zu schreiben, um seine mystischen Erfahrungen auszudrücken. Er nahm aktiv am Ashram Leben teil und war viele Jahre ein Leichtathletik-Champion.

Einem inneren Gebot folgend, kam Sri Chinmoy 1964 nach Amerika, um westlichen Suchern zu dienen. W
ährend 43 Jahren, die er im Westen lebte, eröffnete er über 100 Meditations-Zentren weltweit. Sri Chinmoy’s grenzenlose Kreativität fand nicht nur Ausdruck in Dichtung und anderer Literatur, sondern auch in Kunst, Sport, dem Komponieren von Musik und dem Geben von Konzerten. In jedem Bereich suchte er die vielfältigen spirituellen Erfahrungen, die ein Sucher auf seiner Reise macht, zum Ausdruck zu bringen: die Suche nach Wahrheit und Schönheit, den Kampf Begrenzungen zu überwinden, die höchst erfüllende Vereinigung der menschlichen Seele mit dem Göttlichen.

Er selbst bezeichnete sich als Schüler des Friedens und ist immernoch eine Inspiration für viele wichtige Persönlichkeiten auf der ganzen Welt. So traf er sich zum Beispiel mit Mutter Theresa, Carl Lewis (einem 9-fachen Olympiasieger) und Anderen. Außerdem leitete er 2 mal wöchentlich die Friedens Meditationen für Delegierte und Mitarbeitern an den Vereinten Nationen (UN) in New York. Er ist der Gründer des  jährlich stattfindenden Peace Run (Friedens Lauf), eines Fackellaufs um die Welt und der humanitären Organisation Oneness Heart Tears and Smiles.

Am 11. Oktober 2007 verstarb er in New York City, Queens und hinterließ der Menschheit ein Meer von Werken der Inspiration, des Friedens und der Strebsamkeit.

Musik

Sri Chinmoy verfasste in seinem Leben an die 23.000 Lieder, die meisten davon in Bengali und Englisch. Bei seinen kostenfreien Friedenskonzerten, mit welchen Sri Chinmoy erstmals 1984 in Köln begann, spielte Sri Chinmoy meist auf 10 bis 20 verschiedenen Instrumenten aus aller Welt. Dabei stand es für ihn im Vordergrund eine spirituelle Atmosphäre zu schaffen und so das Bewusstsein der Menschen für die Bedeutung von Frieden und Freundschaft zu stärken.

Sri Chinmoy sah sich keineswegs als einen Meister der gespielten Instrumente, eher als jemanden der ein wenig von ihnen versteht. Gerne nutzte er all diese ihm zur Verfügung stehenden Mittel um den Gefühlen von Frieden und Verbundenheit Ausdruck zu verleihen. Laut Sri Chinmoy ist die seelenvolle Musik ein Instruemt Gottes, das die Menschen zusammenbringen kann.

Hörprobe: Sri Chimoys Flötenspiel

So nennt Sri Chinmoy Musik die universelle Sprache Gottes: „Musik ist die innere oder universelle Sprache Gottes. Ich spreche kein Französisch oder Deutsch oder Italiänisch. Aber wenn Musik gespielt wird, tritt das Herz dieser Musik unmittelbar in mein Herz ein, oder mein Herz in das der Musik. Zu diesem Zeitpunkt bedarf es keiner äußeren Kommunikation; die innere Kommunikation des Herzens ist ausreichend. Mein Herz vereint sich mit dem Herzen der Musik und in unserer Vereinigung werden wir untrennbar eins.“

Für mehr Musik von Sri Chinmoy besuche:
www.radioSriChinmoy.org

Literatur

Sri Chinmoy schenkte der Welt etwa 1.600 veröffentlichte Bücher aus verschiedenen Genres. Seine Literatur enthält unter anderem Poesie, Reden, Geschichten, Antworten auf Fragen, Ehrungen, Theaterstücke sowie kleine Anekdoten aus dem eigenen Leben.

Bereits in jungen Jahren schrieb Sri Chinmoy Gedichte. Einige seiner frühen Werke sind in dem Buch My Flute enthalten. Später befasste Sri Chinmoy sich in seiner Poesie eher mit kürzeren instruierenden Gedichten und Aphorismen. Durch seine Dichtung drückte Sri Chinmoy viele seiner mystischen Erfahrungen aus. Er zeigt aber auch die Hindernisse auf, welchen sich spirituelle Sucher auf ihrem Weg stellen müsse

Sri Chinmoy hat an mehreren hundert Universitäten auf der ganzen Welt Vorträge über spirituelle Themen gehalten, darunter Oxford, Cambridge, Harvard und Yale. In diesen Vorträgen, wie auch in seinen Schriften erklärt Sri Chinmoy in klar verständlichen und doch ergreifenden Worten die Zusammenhänge des inneren Lebens und die Beziehung des spirituellen Suchers zu Gott.

Einen kleinen Überblich über Sri Chinmoys deutschsprachige Werke, dindet ihr weiter rechts auf dieser Seite. Etwa 1.500 von Sri Chinmoys 1.610 englischsprachigen Büchern können zur Zeit auf www.srichinmoylibrary.com eingesehen werden.

Kunst

Jharna-Kala, zu Deutsch Quellenkunst, nannte Sri Chinmoy seine zahlreichen Kunstwerke, die nicht nur die Kraft besitzen den Betrachter mit der Quelle zu verbinden, sondern auch aus der Quelle stammen. Sri Chinmoy berichtete, dass er sich beim Malen der Kunstwerke völlig seiner inneren Quelle der Inspiration überließ: “Ich benutze nicht meinen Verstand, ich benutze mein Herz. Ich versuche mein Herz zu einem empfänglichen Instrument zu machen, sodass Gott der höchte Künstler in und durch mich malen kann.”

Auf diese Weise brachte er oft in kürzester Zeit eine Vielzahl von Werken hervor. Sri Chinmoys Kunstwerke führen uns auf eine wu
nderbare Reise in die Tiefen unseres Herzens und berühren dabei Themen wie Frieden, Liebe und Harmonie. Zugleich ließ Sri Chinmoy durch seinen abstrakten Kunststil ohne jegliche Untertitel oder Kommentare den Raum für eigene Interpretationen, eigene Gefühle und individuelle Eindrücke der Betrachter.

Am 19. November 1974 malte Sri Chinmoy sein erstes Jharna-Kala-Bild, eine Rose. Von dieser Zeit an erschuf er bis zu seinem Ableben rund 140.000 abstrakte Bilder, 100.000 davon innerhalb seines ersten Künstlerjahres,  sowie rund 16 Millionen Vogelzeichnungen und Malereien. Diese nannte der Künstler Seelen-Vögel. Sri Chinmoy sah in ihnen die Freiheit der Seele, die in jedem Menschen innewohnt: “Die Seele fliegt gleich einem Vogel im Himmel der Unendlichkeit Gottes. Wenn wir an Vögel denken die am Himmel fliegen, erinnern wir uns an unseren eigenen Seelen-Vogel, der am Himmel der Unendlichkeit fliegt.”

Sri Chinmoys Bilder und Zeichnungen wurden bereits an vielen Orten rund um den Globus ausgestellt, so auch an der UNESCO und im Carrousel du Louvre in Paris, an den Vereinten Nationen in New York, der Peace Osaka Hall in Japan, dem Sydney Opera House in Australien, der Mall Gallery in London, dem Wiener Künstlerhaus in Österreich und vielen mehr.

Um mehr über Sri Chinmoys Kunst und die Entstehung seiner Werke zu erfahren, besuche www.srichinmoyart.com .

Sport

Sri-Chinmoy-running-smallBereits von seiner Jugend an war Sri Chinmoy ein begeisterter Sportler. So war er in der spirituellen Gemeinschaft in der er aufwuchs einer der besten Zehnkämpfer.

In den 70er und 80er Jahren entdeckte Sri Chinmoy auch den Langstreckenlauf für sich und nahm an vielen Ultramarathons, Marathons und kürzeren Läufen teil. Auch regte Sri Chinmoy seine Schüler zu sportlichen Aktivitäten an. 1977 gründete Sri Chinmoy das Sri Chinmoy Marathon Team.

Was mit einfachen 2 Meilen (3,2 km) Rennen begann entwickelte sich bald weiter über über 700, 100, 1.300 und 2.700 Meilen bis zu unglaublichen 3.100 Meilen (etwa 5.000 km) im Jahre 1997. Seither ist das Sri Chinmoy Marathon Team jährlich der Veranstalter dieses längsten zertifizierten Straßenrennens der Welt.

Sri Chinmoy begeisterte sich für eine vielzahl von Sportarten, besonders aber für das Laufen. Nicht nur, weil es den inneren Lauf, die innere Reise des Menschen wiederspiegelt, sondern auch weil es dem Läufer im äußeren Leben die Möglichkeit bietet stetig über sich selbst hinauszuwachsen: “Selbst-transzendenz gibt uns unermessliche Freude. Wenn wir über uns selbst hinauswachsen, wetteifern wir nicht mit anderen. Wir konkurrieren nicht mit dem Rest der Welt, aber wir wetteifern zu jedem Zeitpunkt mit uns selbst.”